Spanien legalisiert den Aufenthalt von rund 500.000 Menschen

Am 14. April hat die spanische Regierung ein Dekret verabschiedet, mit dem Menschen, die sich bis zum 31.12.2025 seit mindestens fünf Monaten im Land aufhielten, einen Aufenthaltstitel erhalten können. Wer seinen Aufenthalt über mindestens diesen Zeitraum nachweisen kann und nicht vorbestraft ist, kann für sich und die minderjährigen Kinder eine Aufenthaltserlaubnis für zunächst fünf Jahre erhalten. Schätzungen gehen davon aus, dass 500.000 bis 800.000 Menschen davon profitieren könnten.

Der Entscheidung der spanischen Regierung ging eine Volksinitiative (ILP) von »Regularización Ya« (Regulierung Jetzt), einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis, voraus, die vor sechs Jahren gestartet wurde. Das Bündnis hatte dafür 700 000 Unterschriften gesammelt. Sie wurde schon vor zwei Jahren im Parlament behandelt und mit einer Mehrheit von fast 90 Prozent angenommen.

Die spanische Regierung begründet diesen Schritt für diese größte Legalisierungskampagne seit 20 Jahren nicht zuletzt mit eine hohen Bedarf an Arbeitskräften in einer alternden Gesellschaft.

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